Die Burgen des Ourtales
Die Burgen des Ourtales bewachten die Zugänge zur Burg Vianden, um sie zu beschützen, oder zu neutralisieren.
Die Burg von Falkenstein
Ein richtiges Falkennest, das sich an einen Felsen über dem Stausee der Ourtalsperre festkrallt, soll im 12. Jahrhundert von den Grafen von Vianden errichtet worden sein. Die Burg gehörte nacheinander den Herren von Grandpre, Marlieres, Brandenburg, Blankenheim, Vinstingen, Haraucourt, Salm, Everlingen und de la Gardelle. Im Jahre 1679 wurde die Burg durch Marschall de Boufflers zerstört, und heute bleiben nur die Ruinen des Wohnturms und die im 19. Jahrhundert restaurierte Schlosskapelle, sowie eine moderne Wohnung des Eigentümers übrig.
Die Stolzemburg
Beherrschte das Ourtal nördlich von Vianden. Im 14. Jahrhundert gehörte die Herrschaft den Herren von Brandenburg. Die Burg wurde zum ersten Mal 1454 durch den Gouverneur von Luxemburg, Antoine de Croy, zerstört und 1679 zum zweiten Mal durch den Marschall de Boufflers. Von der mittelalterlichen Burg bleiben nur einige Ruinen, die Reste der Ringmauern und Kellerräume übrig. Die Burg wurde 1898 durch einen geschmacklosen Architekten im schottischen Stil wieder aufgebaut und nach 1988 restauriert.

Schloss Roth
südlich von Vianden wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts von den Tempelherren errichtet, denen der Graf von Vianden die Basilika von Roth übergeben hatte. Nach der Aufhebung des Templerordens im Jahre 1311, fiel das Rother Schloss an die Johanniter, die auch Malteser genannt wurden. Von der ehemaligen Templerkommende ist nichts übriggeblieben. Das Torhaus stammt aus dem 16. Jahrhundert, das heutige Schloss wurde 1733 erbaut. Während der Ardennenschlacht wurde es 1945 schwer beschädigt und nach dem Wiederaufbau als Hotel eingerichtet.
Die Brandenburg
Im Tal der Blees, beherrschte den Weg von Vianden nach Bourscheid. Im 13. Jahrhundert wurde das ursprüngliche Geschlecht der Brandenburger von dem Hause Neuerburg abgelöst, einer Seitenlinie von Vianden. Später gehörte Brandenburg nacheinander den Herren von Haraucourt, Salm, Kitzingen, Stassin und von Blochausen. Die Burg fiel in Ruinen, da sie nicht mehr unterhalten wurde. Heute kann man noch einen wuchtigen, dreistöckigen Wohnturm, die Ruinen der gotischen Kapelle, mächtige Türme und ausgedehnte Keller sehen, sowie einen römischen Stein, der rechts von dem Eingangstor in die Mauer eingebaut wurde.
