Sodalitätskapelle

Etwas unterhalb der Viandener Pfarrkirche gelegen, wurde sie 1761 für die Marianische Männersodalität errichtet, ebenfalls von Johann Heel, woran der Trinitarierpfarrer Pater Antonius Godlieb maßgeblich beteiligt war, wie eine sich über der Eingangstür befindliche Inschrift kundtut. Ursprünglich ein Obdachlosenasyl, gibt es sinngemäß diese Möglichkeit noch heutzutage im Untergeschoss, wo sich auch zeitweise ein Schulsaal befand.
Seit dem Jahr 2000 steht der schmucke Altar wieder in seiner ursprünglichen Farbgebung da. Außer einer herrlichen Muttergottesstatue im Retabel, einer Mondsichel-Madonna, mit ihrem linken Fuß auf der Schlange stehend, sind zur einen Seite der hl. Josef mit dem Jesuskind und zur andern der Erzengel Raphael als Schutzengel dargestellt. Im später angebrachten Antependium befindet sich die Jungfrau Maria zwischen zwei reichlich plumpen Engeln wieder und im oberen Abschluss schweben drei Putti, das mittlere auf die Dreifaltigkeit hinweisend. Ist die Kapelle an sich an kunsthistorisch wenig beeindruckend, so gehört sie dennoch seit langem zum Stadtbild und prägt durch ihren leicht erhöhten Standort den Platz bei der Trinitarierkirche. Sie ist nicht mehr wegzudenken, sie ist zum Wahrzeichen geworden.

(c) Text Ernest Theis