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Syndicat d'initiative Vianden
Indian Forest
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Kunst und Tradition

DIE VIANDENER waren jahrhundertlang geschickte Handwerker, die im Schutze der Ringmauer in Ruhe arbeiten konnten, auf den Märkten des Städtchens verkauften sie ihre Produkte und erwarben die Waren die sie brauchten, Aber die Ringmauern und die Berge, die den Horizont abriegeln, isolierten die Einwohner, so dass sich im Laufe der Jahre eine gewisse Eigenart in der Sprache und dem Brauchtum herausschälte und ein schalkhafter Humor, der besonders bei öffentlichen Belustigungen offenbar wurde.

Jeder Viandener hatte eine künstlerische Seite, und wäre es nur eine gewisse Launenhaftigkeit, die von der konservativen Landbevölkerung der Umgebung als Leichtlebigkeit und Narretei abgestempelt wurde. Denn die Viandener Weißtüncher (" Veiner weisserten") und Musikanten gaben im ganzen Lande Proben ihres frohen Gemütes, ihrer lustigen Weisen und ihres schalkhaften Humors, die einen beim Tünchen der Hausfassaden vor dem Kirchweihfest, die andern beim Aufspielen zum Kirmestanz, denn das ganze Land tanzte fast ausschließlich zur Musik der Viandener Geigen.

Auch heute noch zeigen die Viandener dieselbe Eigenart und dieselbe Treue zu den alten Gebräuchen wie ihre Vorfahren, im Herbst, nach der Abreise der Touristen, rüsten sie für die Volksfeste aus alten Tagen: "Nessmoort", "Miertchen", "Fuasicht" und "Jaudes".